
Grundkurs
Im Grundkurs soll der Teilnehmer gem. § 4 Abs. 4 WVO schrittweise in die Werkstattabläufe eingeführt und über die Struktur der Werkstatt informiert werden. Hier wird ihm Gelegenheit gegeben, verschiedene Arbeitsfelder zu erproben. Wichtig ist das Kennen lernen des Umfeldes wie z.B. Verkehrsmöglichkeiten, Standort der Werkstatt und Gefahrenquellen. Es sollen Grundkenntnisse im Umgang mit Werkzeugen und Werkstoffen, sowie grundlegende lebenspraktische Kenntnisse und Verhaltensregeln vermittelt und trainiert werden. Ziel ist es weiterhin das Selbstwertgefühl sowie das Sozial- und Arbeitsverhalten zu entwickeln, um soziale und berufliche Kompetenzen zu erwerben.
Bezogen auf unsere Konzeption bedeutet das, dass wir im Grundkurs:
Aufbaukurs
Im Aufbaukurs werden die erworbenen Fähigkeiten und Qualifikationen der Teilnehmer gesichert, weiter ausgebaut und gefestigt. Mit dem jeweiligen Entwicklungsstand erfolgt die berufliche Qualifizierung in der gewählten Fachrichtung und dem dazugehörigen Tätigkeitsfeld. Dabei sollen den Neigungen und Eignungen der Teilnehmer Rechnung getragen werden. Insbesondere die fachpraktischen und fachtheoretischen Kenntnisse werden vertieft. Die Entwicklung von Fähigkeiten mit höherem Schwierigkeitsgrad, der Umgang mit Maschinen, Kenntnisse über Werkstoffe und Werkzeuge stehen im Mittelpunkt. Eine weitere inhaltliche Aufgabe ist die Ausprägung und Weiterentwicklung von arbeitsrelevanten und sozialen Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Flexibilität, Eingliederung und Einbindung in Gruppenarbeitsprozesse und qualitätsbewusstem Verhalten.
In diesem zeitlichen Verlauf findet eine gemeinsame Auswertung des derzeitigen Entwicklungsstandes statt, um eine realistische Einschätzung der aktuellen Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bzw. in der WfbM festzulegen.
Die inhaltliche Struktur der Bildungsangebote in beiden Kurssystemen, also Grund- und Aufbaukurs, ist in einem Rahmenkonzept definiert. Ein effektives Unterrichtskonzept bei der Gestaltung von Lernaufgaben und ein ausgewogener Anteil von Praxis und Theorie lassen eine positive berufliche Perspektive entstehen und wachsen.
Im Rahmen einer Feierstunde wird der erfolgreiche Abschluss der beruflichen Bildung gewürdigt und ein werkstattinternes Zertifikat ausgehändigt.
Fachpersonal
Im Einzelnen setzt sich das Fachpersonal aus folgenden Berufsgruppen bzw. Fachrichtungen zusammen:
Handwerklich-technische Berufsausbildung mit sonderpädagogischer Zusatzqualifikation, Arbeitspädagogen, Ergotherapeuten sowie die Zusammenarbeit mit externen Motopäden und Krankengymnasten.
Räumlichkeiten
Zur Räumlichen Ausstattung stehen eigene Produktions- und Unterrichtsräume, eine Werkstatt mit Maschinen und Werkzeugen sowie ein PC-Raum zur Verfügung. Die geeignete Ausstattung von Schulungs- und Unterrichts-materialien sowie eine multimediale technische Ausstattung bieten die Voraussetzung für ein optimales Bildungsprogramm.