
„Haus am Schlossteich“ bietet 12 Plätze für Mädchen ab Kindergartenalter. Ostern 2007 konnte die Gruppe nach einem neunmonatigen Aufenthalt in einem Ferienhaus das komplett aus- und umgebaute Wohnhaus wieder beziehen. Es gibt jetzt eine Gruppe mit acht Plätzen und im Obergeschoss eine Verselbstständigungseinheit mit vier Plätzen sowie eigener Sanitäre und kleiner Küche.
Diese Außenstelle mit großem Garten befindet sich in einer dörflichen Gemeinschaft in unmittelbarer Nähe zur Ostsee.
In dieser Wohngruppe werden überwiegend Mädchen betreut, die aufgrund von traumatischen Erlebnissen einen besonderen beschützenden und therapeutischen Rahmen benötigen und/oder bei denen eine seelische Behinderung oder psychiatrische Grunderkrankung vorliegt.
Der klar strukturierte pädagogische Alltag bietet auch Mädchen, die leicht geistig behindert, hyperaktiv oder zu reizoffen sind, einen stabilen Rahmen und die notwendige Orientierung.
Sehr viel Wert wird auf eine familiäre Atmosphäre gelegt, um Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln.
Primäre Ziele sind die Schaffung eines Schutzes vor Übergriffen und die Unterstützung bei der Aufarbeitung traumatischer Erlebnisse sowie die Aufarbeitung und Modifikation der individuellen Verhaltens- und Sozialisationsproblematiken und deren Ursachen.
Weitere Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit sind insbesondere die schulische Motivation und intellektuelle Förderung, die Freizeitplanung und -gestaltung sowie die Beteiligung an allen lebenspraktischen Tätigkeiten unter Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten und Einschränkungen.
Fünf weibliche und ein männlicher Erzieher stellen das Team. Sie sind mit den mädchenspezifischen Problematiken vertraut und nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil. Eine Hauswirtschaftskraft ist vormittags in der Gruppe tätig.
Das Team arbeitet eng mit der Heimpsychologin zusammen und nutzt die Angebote der Kinder- und Jugendpsychiatrie und anderer Facheinrichtungen.