
«Den Anker werfen und festmachen…»
Das Ankerhaus – eine Werkstatt für psychisch behinderte Menschen (WfpbM).
Das Ankerhaus ist eine Außenstelle der Kappelner Werkstätten mit 12 anerkannten Arbeitsplätzen. Ziele und Aufgabenschwerpunkte liegen in der beruflichen Eingliederung und Teilhabe am Arbeitsleben unter Berücksichtigung der psychosozialen Betreuung des einzelnen Menschen mit psychischer Behinderung. Ebenso ist die Vorbereitung auf die Integration in den beruflichen Alltag ein wesentlicher Bestandteil der inhaltlichen Arbeit.
Personenkreis
Die Werkstatt steht Menschen offen, die aufgrund ihrer psychischen Beeinträchtigungen nicht oder noch nicht in der Lage sind, eine Ausbildung zu absolvieren oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erfolgreich tätig zu sein.
Es wird Menschen mit psychotischen, neurotischen, psychosomatischen und anderen psychischen Behinderungen ein Arbeitsplatz geboten, um sich mit professioneller Unterstützung auf die Reintegration bzw. Integration auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereiten zu können. Ist dieses Ziel nicht erreichbar, stehen die Stabilisierung des Arbeitsverhaltens und der Erhalt des Dauerarbeitsplatzes innerhalb des Rahmens einer WfpbM im Vordergrund.
Rahmenbedingungen
Das Ankerhaus ist eine Außenstelle und örtlich von der Hauptwerkstatt getrennt. Die Arbeitsbereiche sind bewusst durch die baulichen Voraussetzungen klein und überschaubar gehalten. Zusätzlich stehen räumliche Rückzugsmöglichkeiten in Krisensituationen zur Verfügung.
Die Außenstelle ist zentral in Kappeln angesiedelt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Ein Fahrdienst ermöglicht auch Menschen aus der weiteren Umgebung die Teilnahme am Arbeitsleben.
Eine enge Zusammenarbeit mit den Wohneinrichtungen, Angehörigen, niedergelassenen Ärzten, ambulanten Diensten und Kliniken ist erwünscht und wird angestrebt.
Angebote
Aufgrund der psychischen Behinderung kann es bei der Eingliederung /Wiedereingliederung in das Arbeitsleben zu anfänglichen Schwierigkeiten kommen. Der neue Alltagsrahmen, die klare vorgegebene Struktur und die körperlichen und geistigen Anforderungen müssen erlernt oder wiedergewonnen werden. Dabei kann das Ankerhaus als Einrichtung zur beruflichen Rehabilitation Hilfestellung leisten. Zu Beginn bieten wir die Möglichkeit eines Praktikums, um sich gegenseitig kennenlernen zu können und ob die Form der beruflichen Rehabilitation innerhalb einer WfbM für den Betroffenen als geeignet erscheint.
Aufgrund der Größe der Einrichtung ist der Berufsbildungsbereich integriert. Es werden für neu aufgenommene Mitarbeiter individuelle, auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Förderpläne entwickelt, die in regelmäßigen Abständen kontrolliert und angepasst werden.
Unter Anleitung von Fachpersonal können in unterschiedlichen Arbeitsbereichen die Fähigkeiten erprobt, erweitert und gefestigt werden. Ergänzend werden Gespräche und arbeitsbegleitende Maßnahmen mit entsprechend ausgebildetem Personal angeboten.
Das interessante und vielschichtige Arbeitsangebot besteht aus
• Montagearbeiten (Bestückungs-, Prüf-, Etikettier- und Verpackungsarbeiten)
• Elektroarbeiten (Elektroverarbeitung, Kabelkonfektionierung,
Schaltanlagenbau)
• EDV-Bürodienstleitung
• Hauswirtschaftsbereich (Vermittlung von hauswirtschaftlichen Kenntnissen)
• Hausmeisterdienstleistung im eigenen Haus