Angebote für Kinder
und Jugendliche

Betreuungsverbund Schwansen

Der Betreuungsverbund Schwansen bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen ab 16 Jahren insgesamt 33 vollstationäre Plätze. Diese sind auf mehrere Wohngruppen und Apartments in der dörflichen Gemeinde Schuby-Dörphof verteilt. Stammhaus und Anlaufstelle für alle Betreuten ist die Alte Meierei.

Dieser Einrichtungsbereich ist, im Rahmen der Erziehungshilfe, konzeptionell ausgerichtet als Verselbständigungsangebot für Jugendliche und junge Erwachsene aus anderen Wohngruppen des Jugendhilfebereiches. Aber auch Neuaufnahmen direkt in den Betreuungsverbund sind möglich.

Konzipiert ist der Betreuungsverbund Schwansen für Bewohner, die Probleme mit der Akzeptanz gegebener Strukturen haben und daraus ausbrechen, und ihr Autonomiebestreben in unterschiedlicher, regelwidriger Weise zum Ausdruck bringen. Die Betreuer sind geschult, dem entlastend zu begegnen und bieten Orientierung und Unterstützung auf dem Weg in eine regelkonforme, selbstständige Lebensführung. Das betrifft neben der Entwicklung von eigenen Zukunftsmodellen im Allgemeinen auch den Schul- oder Ausbildungsbereich.

Die intellektuellen Fähigkeiten der Einzelnen erstrecken sich von einer leichten geistigen Behinderung bis hin zu einer sehr guten Begabung. Die Notwendigkeit einer Betreuung durch pädagogische Fachkräfte hat sehr unterschiedliche Ursachen, beispielsweise eine drohende oder vorhandene psychische Störung respektive seelische Behinderung, massive Probleme beim Erlangen einer Ausbildungsreife oder das Scheitern eines Verselbstständigungsprozesses.

Im Einzelnen gehören zum Betreuungsverbund Schwansen:

  1. die „Wohngruppe Alte Meierei“ mit acht Plätzen: vier in Einzelzimmern und vier in Apartments. Diese Plätze beleben Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 21 Jahren.
    Alle vier Einzelzimmer-Bewohner teilen sich eine Küche und jeweils zwei eine Sanitärzelle mit Dusche und WC.
    Die Alte Meierei, die 2016 komplett renoviert und ausgebaut wurde, bietet darüber hinaus eine geräumige Wohnküche, einen Hauswirtschaftsraum, ein Besprechungszimmer sowie ein Schlafzimmer mit Dusche und WC für die Nachtbereitschaft.
     
  2. die „Wohngemeinschaft Dörphof“ direkt gegenüber mit vier Plätzen in Einzelzimmern. Auch hier leben Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 21 Jahren. Sie teilen sich eine Küche, einen Essraum, einen weiteren Gemeinschaftsraum, zwei Sanitärzellen mit Dusche und WC, einen geräumigen Keller sowie einen großen Garten mit Grillplatz.
     
  3. vier weitere angemietete Wohnungen in der Nähe der Alten Meierei mit jeweils einem Platz, der jeweils der Verselbstständigung dient. Hier werden Jugendliche und junge Erwachsene ab 16 Jahren aufgenommen. Die Wohnungen bestehen aus jeweils zwei Zimmern, einer Küche, einem Flur und Sanitäranlagen.
     
  4. die „Wohngruppe Rosenhof II“ mit fünf Plätzen in Einzelzimmern plus drei Appartements mit jeweils einem Zimmer, einer kleinen Küche, Sanitärzellen mit Dusche und WC direkt gegenüber. Auch hier leben Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 21 Jahren. Das Gebäude Rosenhof II liegt ca. einen Kilometer von der Alten Meierei entfernt, auf einem großen zum St. Nicolaiheim e. V. gehörenden Gelände. Im Obergeschoss des Wohnhauses Rosenhof II befinden sich vier, im Erdgeschoss ein Einzelzimmer. Darüber hinaus sind eine Küche, ein Essraum, ein geräumiges Wohnzimmer mit Büroecke, ein Schlafzimmer mit Sanitärbereich für die Nachtbereitschaft, ein großer Keller sowie drei Sanitärräume mit Duschbad beziehungsweise Vollbad und WC vorhanden. Zum Haus gehört eine große Terrasse.
     
  5. die „Wohngruppe Höxmark“ mit Platz für neun Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 12 und 18 Jahren. Sie befindet sich ca. einen Kilometer außerhalb des Ortskerns von Karby in Alleinlage. Das Angebot richtet sich an Personen, die mit einer selbst verantworteten Gestaltung ihres Alltages überfordert sind, lebenspraktische Defizite aufweisen und eine intensivere Anleitung benötigen. Ein Angebot für junge Menschen, welche aufgrund einer Risikobereitschaft noch eines intensiveren Kontrollrahmens bedürfen.

Die Gemeinden Schuby-Dörphof sowie Karby gehen ineinander über. Karby verfügt über eine gute Infrastruktur mit zwei Kindergärten, einer Grundschule, Allgemeinarzt-, Zahnarzt- und Krankengymnastikpraxen, Banken, Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf, Bäckereien, einer aktiven Kirchengemeinde sowie Sportvereinen.

Schlei und Ostsee liegen vom Betreuungsverbund Schwansen ca. vier Kilometer entfernt.

Die Stadt Kappeln, die neun Kilometer entfernt ist, verfügt über ein breitgefächertes Angebot an Schulen und bietet eine gute fachärztliche Versorgung.

Die in der Gemeinde und dem Umland ansässigen Unternehmen sind mittelständischer Art und bieten verschiedenste Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten.  

Ein spezielles, differenziertes Angebot für Menschen mit Behinderungen bietet die in Kappeln bestehende, zum Verein gehörende Werkstatt für Menschen mit Behinderungen.

Das Angebot des Betreuungsverbundes Schwansen umfasst zudem das ambulant betreute Wohnen unseres Jugendhilfebereiches, für das eine separate Leistungsvereinbarung mit dem Kreis Schleswig-Flensburg abgeschlossen wurde.

Ein Grundgedanke unseres Angebotes basiert auf der Erkenntnis, dass es unmöglich ist, die oftmals erlebten negativen, destruktiven Erfahrungen ungeschehen zu machen. Es ist daher notwendig, diese durch positive neue, eigene Erfahrungen zu ergänzen, ihnen ein Leben, welches an Selbstbestimmung gewinnt, entgegenzusetzen. Dies bedeutet eine Annahme des Einzelnen, ein (Wieder-)entdecken und Bestärken der eigenen Ressourcen, der Selbstfürsorge. So können junge Menschen mit Belastungen zur Ruhe kommen, sich regenerieren und ihre Möglichkeitsräume schrittweise erweitern.

Im Betreuungsverbund Schwansen verzichten wir bewusst auf die ausschließliche Übernahme der hauswirtschaftlichen Versorgung durch eine entsprechende Fachkraft. Dadurch fördern wir die Selbstständigkeit in diesen Bereichen, die Bestandteil des alltäglichen Lebens ist. Wichtige Abläufe, wie der gemeinsame Einkauf, die Zubereitung von Speisen, die Einhaltung von Ämterplänen sowie die Pflege der selbstgenutzten Räumlichkeiten, bieten gute pädagogische Ansatzmöglichkeiten. Das tägliche Miteinander ist ausgerichtet auf die Entwicklung einer eigenverantwortlichen Lebensführung bei möglichst viel Erprobung im sozialen Austausch. Dadurch ist das erzieherische Handeln in das Alltagsgeschehen integriert.  

Unterstützt wird dieser Ansatz durch ein Bezugsbetreuungssystem, welches sich an den individuellen Bedürfnissen ebenso orientiert wie an den organisatorischen Aufgaben in der pädagogischen Zusammenarbeit mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Unterstützt wird unsere Arbeit zudem durch den einrichtungsinternen psychologischen Dienst. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben dort die Möglichkeit, eine offene Sprechstunde zu besuchen, feste Einzeltermine wahrzunehmen oder an Gruppenangeboten teilzunehmen. In akuten Krisen finden die Kinder und auch die Kollegen dort immer verlässliche Ansprechpartner.

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