Angebote für Kinder
und Jugendliche

Wohngruppe "Brombeerhof"

Der Brombeerhof bietet Platz für zwölf Kinder und Jugendliche zwischen 4 und 18 Jahren, wobei der Schwerpunkt der Arbeit in der Betreuung und Förderung von 6- bis 14-Jährigen liegt. Die Kinder und Jugendlichen sind in der Regel schwer traumatisiert, unter anderem verursacht durch sexuelle Übergriffe, emotionale und soziale Vernachlässigungen und Gewalterfahrungen. Sie leiden unter Bindungsstörungen, sozialen und emotionalen Auffälligkeiten, seelischer Beeinträchtigung, Entwicklungsverzögerungen, kognitiver Beeinträchtigung oder psychiatrischen Grunderkrankungen. Feinfühlig werden Erfahrungsräume der Geborgenheit, Sicherheit und Zugehörigkeit angeboten. Im Brombeerhof wohnen vorwiegend Mädchen, aber auch Jungen können aufgenommen werden. Gewalttätige und sexuell übergriffige Kinder können nicht aufgenommen werden.

Die Kinderwohngruppe Brombeerhof liegt in dem kleinen Dorf Karby, welches zwischen Schlei und Ostsee und damit nur 4 Kilometer vom Strand entfernt liegt. Durch die Nähe zur Stadt Kappeln verfügt Karby neben der landschaftlichen Idylle auch über eine gute Infrastruktur mit Kindergärten, einer Grundschule und einer guten Busanbindung zur Gemeinschaftsschule, dem Gymnasium und zu einem Förderzentrum sowie zu kinder- und fachärztlichen Praxen.

Die Gemeinde Karby liegt geografisch auf der Halbinsel Schwansen und gehört politisch zum Amt Schlei-Ostsee. Aufgrund der Nähe zu Ostsee und Schlei ist es nicht weit zu herrlichsten Badeständen in der Umgebung. Die Kinder können mit ihren Fahrrädern oder Inlinern durch die Natur z. B. nach Schönhagen an einen Sandstrand mit längerem flach abfallenden Wasser fahren. Außerdem gibt es dort Spielplätze und eine Steilküste, an der bis nach Damp gewandert und viele Freizeitmöglichkeiten genutzt werden können. Ungefähr fünf Kilometer entfernt von Karby liegt die Hafenstadt Kappeln. Auch dort gibt es Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten, neben Sportvereinen, Schulen und fachärztlichen Praxen.

Der Brombeerhof liegt mitten in einer Wohnsiedlung von Einfamilienhäusern, am Ende einer Sackgasse. Zum Wohnhaus gehört ein großzügig angelegter Garten mit unterschiedlichen Spiel-, Beschäftigungs- und Klettermöglichkeiten. Direkt nebenan befinden sich die Grundschule und ein Sportplatz.

Im Zentrum des Hauses liegt der offene Wohn- und Essbereich mit einer großen Küche. Im vorderen Teil des Hauses, wo sich auch das Büro und ein Schlafzimmer der Mitarbeitenden befinden, sind die jüngeren Kinder untergebracht. Im hinteren Teil des Hauses sind andere Altersgruppen untergebracht. Die fünf Zimmer der ältesten Kinder sind im Obergeschoss.

Alle Räume sind hell und freundlich gestaltet und bieten den Kindern einen Wohlfühl- und Rückzugsort. Eigene Vorstellungen und Wünsche können besprochen und nach Möglichkeit umgesetzt werden.

Die Aufgabe des pädagogischen Teams liegt in der Stabilisierung der Kinder. Dies geschieht – neben der Selbstverständlichkeit, den Kindern einen Wohlfühlort zu schaffen – mit festen Strukturen, mit Wertevermittlung und mit einer in Traumapädagogik geschulten Einstellung. Viel Wert wird auch auf eine funktionierende, zielgerichtete und wertschätzende Elternarbeit gelegt. Die erfahrenen und fachlich kompetenten Mitarbeitenden beziehen die Herkunftsfamilien, Personensorgeberechtigten und sozial relevanten Bezugspersonen größtmöglich in die pädagogische Arbeit mit ein. Unterstützt wird dieser Ansatz durch ein Bezugsbetreuungssystem, welches sich an den individuellen Bedürfnissen der Kinder und an den vorgegebenen organisatorischen Aufgaben in der pädagogischen Zusammenarbeit mit den Kindern orientiert. Die Kinder bekommen so die Chance, psychische Widerstandsfähigkeit, d. h. Resilienz, zu entwickeln und sich durch erfolgreiches Handeln in der Alltagswelt als selbstwirksam zu erleben. Durch die Akzeptanz, d. h. die Annahme der Kinder, entstehen neue positive Bindungserfahrungen, die zur Steigerung des Selbstwerts führen können.

Um den Kindern die Chance zur sozialen Teilhabe zu ermöglichen, wird pädagogisch stets an der Entwicklung des Sozialverhaltens, der Konfliktfähigkeit und der Frustrationstoleranz gearbeitet. Diese wird täglich neu eingeübt, damit sie verinnerlicht werden kann.

Die Kinder gehen dem Leistungs-und Förderbedarf entsprechend entweder auf allgemeinbildende Schulen oder auf das sonderpädagogische Förderzentrum in Sörup. Für Kinder mit einer geistigen Beeinträchtigung steht die dem St. Nicolaiheim e.V. angegliederte Albert-Schweitzer-Schule zur Verfügung. Übergangsweise nicht beschulbare Kinder gehen in die vereinseigene Schulische Integration, die sich nur ca. 100 Meter vom Wohnhaus entfernt befindet.

Unterstützt wird das pädagogische Team durch den vereinseigenen Psychologischen Dienst. Die Kinder haben dort die Möglichkeit, eine offene Sprechstunde zu besuchen, feste Einzeltermine wahr- oder an Gruppenangeboten teilzunehmen. In akuten Krisen finden die Kinder dort immer verlässliche Ansprechpersonen.

Das pädagogische Team ist multiprofessionell aufgestellt. So arbeiten Erzieher:innen, z. T. mit erlebnispädagogischen Fortbildungen, eine Heilpädagogin, eine Kunsttherapeutin, eine Hauswirtschaftskraft und bei Bedarf Intensivkräfte in einem sehr engen Austausch zusammen.

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