Angebote für Kinder
und Jugendliche

Wohngruppe "Haus am Schlossteich"

Das Haus am Schlossteich bietet Platz für zwölf Mädchen und junge Frauen ab dem Alter von 3 Jahren bis über die Volljährigkeit hinaus. In der Wohngruppe leben ausschließlich Bewohnerinnen, die aufgrund traumatischer Erlebnisse einen geschützten Rahmen benötigen. Bei einigen von ihnen liegt eine seelische Behinderung vor. Aufgenommen werden können Mädchen mit normaler Begabung, Schwierigkeiten beim Lernen sowie mit leichten geistigen Behinderungen. Dank der baulichen Voraussetzungen können zudem Mädchen mit körperlichen Einschränkungen aufgenommen werden. Feinfühlig werden Erfahrungsräume der Geborgenheit, Sicherheit und der Zugehörigkeit angeboten.
Nicht aufgenommen werden: gewalttätige, sexuell übergriffige oder drogenabhängige Kinder.

Die Wohngruppe lebt in dem kleinen Ostseebad Schönhagen auf der Halbinsel Schwansen. Die ländliche Umgebung mit der unmittelbaren Nähe zum Meer bietet ausreichend Ruhe und Erholung und lädt zu Spaziergängen, Wanderungen, Radtouren und zum Baden ein. Das Wohnhaus befindet sich mitten im Dorf und ist etwa 300 Meter vom Ostseestrand entfernt.

Nachbarschaftliche Kontakte der Mädchen und des Teams gehören zum Alltag und bereichern das Miteinander. Im 4 Kilometer entfernten Ort Karby gibt es einen Kindergarten, eine Grundschule sowie eine Hausarzt-, Zahnarzt- und Physiotherapiepraxis. Zudem befindet sich ein Lebensmittelgeschäft und ein Bäcker im Ort. Ungefähr 10 Kilometer entfernt von Schönhagen liegt die Hafenstadt Kappeln. Dort gibt es neben Schulen und Ärzten Sportvereine und weitere Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten.

Das Haus ist in drei Bereiche unterteilt. Im Untergeschoss des Neubaus leben die jüngeren Kinder aus der Altersgruppe der ca. Drei- bis Neunjährigen in Einzel- oder Doppelzimmern. Im Altbau befinden sich drei Einzelzimmer für die Mädchen aus der Altersgruppe der Zehn-bis Dreizehnjährigen. Im Obergeschoss des Neubaus leben die älteren Mädchen ab dem 14. Lebensjahr bis hin zur Volljährigkeit, in Einzelfällen auch darüber hinaus. Alle Zimmer der Bewohnerinnen sind altersgerecht und individuell eingerichtet.

Im Mittelpunkt des Betreuungsangebotes steht die Schaffung eines sicheren Ortes, welcher den Bewohnerinnen Geborgenheit und Schutz bietet, als integraler Bestandteil für die weitere Förderung und Entwicklung der betreuten Kinder und Jugendlichen. Die Wohngruppe Haus am Schlossteich legt großen Wert auf eine familiäre Atmosphäre, die zudem Stabilität vermittelt. Durch ein erfahrenes Team, welches in den vergangenen Jahren gewachsen ist, wird, entsprechend der individuellen Hilfeplanungen, eine stetige konstruktive Arbeit mit den Mädchen umgesetzt. Der pädagogische Ansatz „Von der äußeren zur inneren Ordnung“ steht im Mittelpunkt der Arbeit und soll den Kindern Halt und Orientierung bieten. Der Alltag ist entsprechend durch einen hohen Grad an Struktur und festgelegten Bräuchen geprägt. Im Zusammenleben lernen die Bewohnerinnen zunehmend eigenverantwortlich anfallende Aufgaben des Gruppenalltages zu erledigen. Die Gruppe versorgt sich in allen Belangen selbst: Täglich wird beispielsweise frisch gekocht. Die Mädchen werden auch hier entsprechend ihres Alters miteinbezogen und übernehmen Verantwortung für sich und andere. Besonders die älteren werden in die Ämterplanung im Haus eingebunden und unterstützen die jüngeren im Alltag. Ihnen werden kleinere verantwortungsvolle Aufgaben übertragen wie z. B. das Vorlesen von Geschichten oder das Anleiten im hauswirtschaftlichen Bereich. Selbstredend ist dabei die individuelle und ressourcenorientierte Unterstützung der Kinder.

Bei möglichen traumatischen Erlebnissen in der Vorgeschichte werden die Mädchen behutsam an eine Aufarbeitung herangeführt. Diesbezüglich besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem einrichtungsinternen psychologischen Dienst, welcher sowohl passgenaue Gruppenangebote als auch Einzelgespräche fortlaufend bedarfsorientiert anbietet. Flankierende therapeutische Angebote in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Schleswig und im Zentrum für Integrative Psychiatrie in Kiel (ZIP) werden zur Diagnostik oder stationären Behandlung ebenfalls genutzt. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit der Facharztpraxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie Zachariah-Jooß in Eckernförde zusammen.

Die Kinder und Jugendlichen gehen dem Leistungs- und Förderbedarf entsprechend entweder auf allgemeinbildende Schulen oder auf das sonderpädagogische Förderzentrum in Sörup. Für jene mit einer geistigen Beeinträchtigung steht die einrichtungsinterne Albert-Schweitzer-Schule zur Verfügung. Übergangsweise nicht beschulbare Kinder gehen in die ebenfalls einrichtungsinterne schulische Integration, die sich nur wenige Kilometer vom Wohnhaus entfernt befindet.

Ein besonderes Augenmerk wird auf eine funktionierende, zielgerichtete und emphatische Elternarbeit gelegt. Die erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bestrebt, die Herkunftsfamilien, Personensorgeberechtigten und sozial relevanten Bezugspersonen in die pädagogische Zusammenarbeit miteinzubeziehen. Unterstützt wird dieser Ansatz durch ein Bezugsbetreuersystem, welches sich an den individuellen Bedürfnissen und organisatorischen Aufgaben in der pädagogischen Zusammenarbeit mit den Kindern und Jugendlichen orientiert.

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